Glossar
Fachbegriffe einfach erklärt
Herzlich willkommen in unserem medizinischen Glossar! Hier finden Sie eine umfassende Sammlung ausgewählter Fachtermini und Definitionen, die unser Fachgebiet präzise erläutern. Ob Sie einen spezifischen Begriff nachschlagen möchten oder Ihr medizinisches Wissen vertiefen wollen – unser Glossar bietet Ihnen fundierte und dennoch verständliche Erläuterungen. Nutzen Sie diese Ressource als verlässlichen Leitfaden, um sich schnell und effektiv über relevante Fachbegriffe zu informieren.
Viel Freude beim Entdecken und Lernen!
- Achillodynie Schmerzen an der Achillessehne, meist durch Überlastung – typisch ist der Anlaufschmerz am Morgen.
- Angiopathie Oberbegriff für Erkrankungen der Blutgefäße – am Fuß vor allem wichtig wegen schlechterer Durchblutung und Wundheilung.
- Anhidrosis Fehlende oder stark verminderte Schweißbildung – die Haut wird trocken und rissig.
- Antikoagulanzien (Blutverdünner) Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen – wichtig zu wissen vor jeder Fußbehandlung.
- Antimykotikum Arzneimittel gegen Pilzinfektionen, z. B. als Creme, Nagellack oder Tablette.
- Autoklav Dampfsterilisator, mit dem Instrumente unter Druck und Hitze keimfrei gemacht werden.
- Bakterizid Bakterien abtötend – Eigenschaft von Desinfektionsmitteln und manchen Arzneien.
- Blase (Bulla) Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum in der Haut, am Fuß meist durch Reibung in neuen oder schlecht sitzenden Schuhen.
- Bromhidrose Unangenehmer Körper- oder Fußgeruch, der durch die Zersetzung von Schweiß durch Bakterien entsteht.
- Callositas Flächige Hornhautschwiele an stark belasteten Stellen wie Ferse oder Fußballen.
- Charcot-Fuß Schwere Komplikation bei Nervenschäden, bei der Knochen und Gelenke des Fußes weich werden und sich verformen.
- Clavus Fachbegriff für das Hühnerauge – eine Hornhautverdickung mit schmerzhaftem, nach innen gerichtetem Kern.
- Cuticula Die dünne, abgestorbene Hautschicht, die auf der Nagelplatte aufliegt – umgangssprachlich „Nagelhaut“.
- Dekubitus Druckgeschwür, das durch langes Liegen oder Sitzen auf derselben Stelle entsteht – an den Füßen oft an der Ferse.
- Dermatomykose Pilzinfektion der Haut – am Fuß als Fußpilz bekannt.
- Desinfektion Gezieltes Abtöten oder Inaktivieren von Krankheitserregern auf Haut, Flächen und Instrumenten.
- Diabetes mellitus Stoffwechselerkrankung mit erhöhtem Blutzucker, die langfristig Nerven und Gefäße der Füße schädigen kann.
- Diabetische Neuropathie Nervenschädigung durch Diabetes, bei der die Füße Schmerz, Druck und Temperatur schlechter spüren.
- Diabetisches Fußsyndrom Folgeerkrankung des Diabetes, bei der Nervenschäden und Durchblutungsstörungen zu schlecht heilenden Wunden am Fuß führen können.
- Digitus Lateinisch für Finger oder Zeh – am Fuß spricht man vom Digitus pedis.
- Druckentlastung Maßnahmen wie Polster, Orthosen und passende Schuhe, die gefährdete Stellen am Fuß vor Druck und Reibung schützen.
- Eponychium Das lebende Hautgewebe am Nagelansatz, das den Nagel gegen Keime abdichtet.
- Erysipel Bakterielle Hautinfektion („Wundrose“) mit scharf begrenzter, heißer Rötung und oft Fieber – Eintrittspforte am Fuß ist häufig Fußpilz.
- Exostose Gutartiger knöcherner Auswuchs, der am Fuß Druckstellen und Schmerzen im Schuh verursachen kann.
- Fersensporn Knöcherner Auswuchs am Fersenbein, oft verbunden mit stechenden Fersenschmerzen beim Auftreten.
- Frostbeulen (Perniones) Juckende, bläulich-rote Schwellungen an Zehen oder Fingern durch nasskalte Witterung.
- Fußgewölbe Die Längs- und Querwölbung des Fußes, die Stöße abfedert und das Körpergewicht verteilt.
- Hämatom Bluterguss – am Fuß häufig unter dem Zehennagel nach Stoß oder Druck.
- Haglund-Ferse Knöcherne Vorwölbung am hinteren Fersenbein, die im Schuh drückt und schmerzhafte Schwellungen verursachen kann.
- Hallux Fachbegriff für die Großzehe – sie trägt beim Abrollen einen großen Teil des Körpergewichts.
- Hallux rigidus Arthrose im Großzehengrundgelenk, die das Gelenk zunehmend versteift und beim Abrollen schmerzt.
- Hallux valgus Fehlstellung der Großzehe, die zu den anderen Zehen hin abweicht, mit hervortretendem Ballen („Ballenzeh“).
- Hammerzehe Zehenfehlstellung, bei der das Mittelgelenk einer kleinen Zehe dauerhaft gebeugt ist.
- Heilmittelkatalog Teil der Heilmittel-Richtlinie, der festlegt, bei welchen Diagnosen welche Heilmittel in welcher Menge verordnet werden dürfen.
- Heilmittelverordnung Ärztliches Rezept (Muster 13), mit dem Podologie zulasten der Krankenkasse verordnet wird.
- Hohlfuß Fußform mit überhöhtem Längsgewölbe, bei der Ferse und Ballen stark belastet werden.
- Hühnerauge Kreisrunde Hornhautverdickung mit hartem Kern, der bei Druck stark schmerzt (Clavus).
- Hyperhidrose Übermäßiges Schwitzen, das über die normale Temperaturregulation hinausgeht – an den Füßen oft mit Geruch und Pilzrisiko.
- Hyperkeratose Übermäßige Verhornung der Haut – als Hornhaut, Schwiele oder Hühnerauge.
- Hyponychium Die Hautleiste unter dem freien Nagelrand, die den Raum unter dem Nagel gegen Keime abdichtet.
- Keratolytikum Wirkstoff, der verhornte Haut aufweicht und löst – z. B. Salicylsäure oder hoch dosierter Harnstoff.
- Knick-Senkfuß Kombination aus nach innen abgeknickter Ferse und abgesenktem Längsgewölbe – bei Kindern häufig und meist harmlos.
- Kompressionsstrümpfe Medizinische Strümpfe mit abgestuftem Druck, die den Rückfluss des Blutes unterstützen und Schwellungen vorbeugen.
- Kosmetische Fußpflege Pflege gesunder Füße: Fußbad, Nägel kürzen und formen, Hornhaut entfernen, eincremen – auf Wunsch mit Lack.
- Krallenzehe Zehenfehlstellung mit gebeugtem Mittel- und Endgelenk – die Zehe krümmt sich wie eine Kralle.
- Krampfadern (Varizen) Erweiterte, geschlängelte Venen an den Beinen durch schwache Venenklappen – oft mit schweren, geschwollenen Beinen.
- Mazeration Aufgeweichte, weißliche Haut durch lang anhaltende Feuchtigkeit – am Fuß vor allem zwischen den Zehen.
- Medizinische Fußpflege Gesetzlich geschützte Bezeichnung: Nur staatlich anerkannte Podologinnen und Podologen dürfen „medizinische Fußpflege“ anbieten.
- Metatarsalgie Sammelbegriff für Schmerzen im Vorfuß im Bereich der Mittelfußköpfchen, oft durch Überlastung oder Spreizfuß.
- Monofilament-Test Einfacher Test mit einem Nylonfaden, mit dem die Berührungsempfindlichkeit der Fußsohle geprüft wird – wichtig bei Diabetes.
- Morton-Neuralgie Eingeklemmter, verdickter Nerv zwischen den Mittelfußköpfchen – meist zwischen 3. und 4. Zeh – mit stechenden, einschießenden Schmerzen.
- Mykologische Untersuchung Labortest auf Pilze an einer Haut- oder Nagelprobe – klärt sicher, ob wirklich Nagelpilz vorliegt.
- Nagelbett Die gut durchblutete Haut unter der Nagelplatte, auf der der Nagel fest aufliegt.
- Nagelkorrektur (Orthonyxie) Sanfte Korrektur eingewachsener oder eingerollter Nägel mit einer Nagelspange – meist ohne Operation.
- Nagelmatrix Die „Wachstumszone“ des Nagels unter dem Nagelfalz – hier entsteht die Nagelplatte.
- Nagelplatte Der sichtbare, harte Teil des Nagels aus verhorntem Keratin, der aus der Nagelmatrix nach vorne wächst.
- Nagelpsoriasis Beteiligung der Nägel bei Schuppenflechte – mit Tüpfeln, Ölflecken, Verdickung oder Ablösung des Nagels.
- Nagelwall (Nagelfalz) Die Hautfalten, die die Nagelplatte seitlich und am Ansatz umschließen – hier entstehen eingewachsene Nägel und Entzündungen.
- Neuropathie Schädigung der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark, oft mit Taubheit, Kribbeln oder Brennen in den Füßen.
- Ödem Schwellung durch Wassereinlagerung im Gewebe – an Füßen und Knöcheln häufig bei Hitze, langem Stehen oder Venenschwäche.
- Onychauxis Verdickung der Nagelplatte ohne Krümmung – häufig im Alter, nach Verletzungen oder bei Nagelpilz.
- Onychogryphose Stark verdickter, krallen- oder widderhornartig gekrümmter Nagel, meist an der Großzehe – oft im Alter.
- Onycholyse Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett; der abgelöste Teil erscheint weißlich oder gelblich.
- Onychomykose Nagelpilz – eine Pilzinfektion, die Nägel verfärbt, verdickt und brüchig macht.
- Onychoschisis Brüchige Nägel, die sich am freien Rand in Schichten spalten – oft durch Austrocknung.
- Orthose Individuell angefertigtes Hilfsmittel, am Fuß meist aus Silikon, das Zehen entlastet, schützt oder korrigiert.
- Panaritium Eitrige Entzündung an Finger oder Zeh, meist durch Bakterien nach kleinen Verletzungen.
- Papillomavirus Virusgruppe (HPV), die unter anderem Warzen an Händen und Füßen verursacht.
- Paronychie Entzündung des Nagelwalls rund um den Nagel – akut meist bakteriell, chronisch oft durch Pilze.
- pAVK Periphere arterielle Verschlusskrankheit: verengte Beinarterien, die zu kalten Füßen, Schmerzen beim Gehen und schlechter Wundheilung führen.
- Plantarfasziitis Reizung der Sehnenplatte unter der Fußsohle mit typischem Fersenschmerz bei den ersten Schritten am Morgen.
- Plattfuß Fußfehlstellung, bei der das Längsgewölbe abgeflacht ist und die Fußsohle fast vollständig den Boden berührt.
- Podologie Die nichtärztliche Heilkunde am Fuß – Vorbeugung und Behandlung krankhafter Veränderungen durch staatlich anerkannte Fachkräfte.
- Raynaud-Syndrom Anfallsartige Gefäßverkrampfung bei Kälte oder Stress: Zehen oder Finger werden erst weiß, dann blau, dann rot.
- Rhagade Tiefer, schmerzhafter Hautriss – am Fuß typischerweise an trockenen, verhornten Fersen.
- Rollnagel (Unguis convolutus) Stark nach innen gewölbter Nagel, dessen Ränder in die Haut drücken – im Extremfall als „Zangennagel“.
- Spreizfuß Häufigste Fußfehlstellung: Das Quergewölbe sinkt ein, der Vorfuß wird breiter und die mittleren Mittelfußköpfchen werden überlastet.
- Sterilisation Vollständiges Abtöten aller Keime einschließlich Sporen – in der Podologie per Dampf im Autoklaven.
- Stimmgabeltest Prüfung des Vibrationsempfindens mit einer Stimmgabel (Rydel-Seiffer) – ein früher Hinweis auf Nervenschäden.
- Ulkus Tiefe, schlecht heilende Wunde der Haut – am Fuß meist Folge von Druck bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen.
- Unguis incarnatus Eingewachsener Zehennagel, bei dem der Nagelrand schmerzhaft in die umgebende Haut drückt.
- Urea (Harnstoff) Feuchtigkeitsbindender Wirkstoff in Fußcremes – in höherer Konzentration löst er auch Hornhaut.
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